Auch das noch: Das Salz im Salzbehälter ist total verklumpt! Hast Du vielleicht das falsche Mittel in den Salzbehälter eingefüllt? Oder ist Deine Spülmaschine schon total versalzt? Keine Sorge! Wie Du den Salzbehälter entleeren und so Deine Spülmaschine vor dem sicheren Tod retten kannst, zeigen wir Dir in dieser Anleitung.


Ausgangslage

Irren ist menschlich. So kann es in der Hitze des Gefechts durchaus mal passieren, dass man das falsche Pulver erwischt und in den Salzbehälter gibt. Gut ist es, wenn man das sofort bemerkt. Wird nämlich der Salzbehälter falsch befüllt, ist ein Defekt der Enthärtungsanlage überaus wahrscheinlich. Höchste Zeit, den Salzbehälter zu entleeren!

Aber nicht nur bei falscher Befüllung kann es notwendig sein, den Salzbehälter einer gründlichen Spülung zu unterziehen. Wurde der Salzbehälterdeckel für den einen oder anderen Spülgang nicht ordentlich zugeschraubt, sollte der Behälter einmal vollständig entleert werden. Denn das Salz im Behälter verklumpt nicht nur. Auch das auf diese Weise in den Salzbehälter gelangte Spülmittel wird die Enthärtungsanlage beschädigen.

In unserem Fall liegt eine totale Versalzung der Spülmaschine vor. Wie es dazu kommen kann, haben wir im Artikel „Spülmaschine mit weißem Belag: Salzbelag in der Spülmaschine" ausführlich beschrieben. Fakt ist, dass die Maschine bereits überall mit einem Salzbelag überzogen ist und im ersten Schritt nun der Salzbehälter entleert werden soll. Einen Salzbelag erkennst Du daran, dass sich der Belag mit den Fingern abwischen lässt. Geht das nicht, handelt es sich um Kalk. Dann solltest Du Dir die Anleitung „Verkalkung der Spülmaschine beheben" etwas näher ansehen.


Werkzeug und Material

An Werkzeug und Material braucht es für diese Arbeiten nicht besonders viel. Gut wäre es, wenn man einen Gartenschlauch an den Wasserhahn anschließen kann, um Wasser mit genügend Druck zum Spülen des Salzbehälters zu haben. Zudem werden noch ein Putzlappen und eben sauberes Wasser benötigt.

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Salzbehälter entleeren

Liegt der Gartenschlauch bereit, kann auch schon mit dem Entleeren des Salzbehälters begonnen werden. Der Deckel des Behälters wird abgenommen und der Inhalt mit dem Schlauch bei mäßigem Druck ausgespült. Sobald der Pumpensumpf gut gefüllt ist, wird das Spülprogramm der Maschine gestartet und so das Wasser samt dem Salz abgepumpt.

Achtung: Bei grobkörnigem Salz sollte die Masse vorher mit der Hand entfernt werden, damit am Ende nicht das Schaufelrad der Laugenpumpe verklemmt.

Dieser Vorgang wird solange wiederholt, bis der Salzbehälter vollständig leer ist.


Spülmaschine reinigen

Im nächsten Schritt sollte die Spülmaschine so gut wie möglich mit der Hand gereinigt werden. Dieser Schritt ist natürlich nur dann notwendig, wenn wie in unserem Fall eine Versalzung vorliegt. Anderenfalls kann auf diesen Schritt verzichtet werden.

Die Flächen werden gereinigt und gegebenenfalls auch die Laufschienen der Körbe abgenommen und mit der Hand abgespült. Anschließend sollte die Maschine einen Spülgang ohne Geschirr absolvieren.


Spülmaschine wieder befüllen

Sobald das Salz ausgespült ist, die Maschine gereinigt wurde und auch einen Spülgang absolviert hat, kann der Salzbehälter wieder aufgefüllt werden. Wir raten dazu, auf grobkörniges Salz zurückzugreifen, da so manches Problem auf diese Weise verhindert werden kann. Auch hat sich gezeigt, dass mit herkömmlichem Reiniger in Pulverform in Kombination mit der Verwendung von Klarspüler und der eingebauten Entkalkungsanlage die beste Spülleistung erzielt wird. Das schont zudem nicht nur den Geldbeutel, sondern auch die Umwelt!


Ionentauscher überprüfen: Das Messen der Entkalkungsleistung

Nach dem Entleeren und erneuten Auffüllen des Salzbehälters ist es ratsam, den Ionentauscher – besser gesagt die Entkalkungsleistung – zu messen. Dafür muss lediglich die Wasserhärte des Spülwassers mit einfachen Teststreifen, besser aber noch mit einer Titrierlösung bestimmt werden. Wie das im Detail geht, haben wir in dem Artikel „Geschirrspüler – Ionentauscher überprüfen" ausführlich beschrieben. Hier aber schnell die Kurzfassung:

Um den Ionentauscher zu überprüfen, wird zuerst die Wasserhärte des Leitungswassers als Referenzwert bestimmt. Im Anschluss daran wird auch die Wasserhärte des Spülwassers bestimmt. Dazu wird der Spülvorgang der Maschine gestartet und, sobald das Wasser eingelaufen ist, die Spülmaschine geöffnet, um das Wasser für die Messung zu entnehmen.

Liegt nun der gemessene Härtegrad des Spülwassers nahe 0 °dH, dann funktioniert der Ionentauscher einwandfrei. Ist der Wert aber deutlich zu hoch, sollte die Wasserhärte-Einstellung der Maschine überprüft werden. Wie das geht, zeigen wir Dir im Artikel „Spülmaschine richtig einstellen".

Nach Veränderung der Einstellung wird die Messung nach einem erneuten Wasch-/ Spülgang und rund zwei Stunden Wartezeit wiederholt. Ist das Wasser trotz der richtigen Einstellungen deutlich zu hart, dann hat der Ionentauscher das ganze leider nicht überlebt. Was bleibt, ist der Tausch der Enthärtungsanlage. Aber hoffen wir mal, dass das nicht notwendig ist und die Maschine auch ohne neue Enthärtungsanlage wieder ordnungsgemäß funktioniert!

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