Wer sich einen Geschirrspüler anschafft, macht das hauptsächlich in der Hoffnung, dass die Hausarbeit durch diese Investition ein wenig einfacher wird und die Teller, Tassen, Schüsseln und Kochtöpfe mindestens so sauber aus dem Gerät herauskommen, wie es bisher beim Geschirrspülen mit der Hand üblich war. Aber was ist, wenn an den Suppentellern plötzlich immer noch Speisereste haften und Gläser, die bisher kristallklar aus der Lade kamen, nur noch schmierig entnommen werden können? Wenn sich andere Ursachen ausschließen lassen und die Maschine ansonsten wie gewohnt läuft, wird man wohl die Sprüharme reinigen müssen. Zum Glück ist das relativ einfach selbst zu bewerkstelligen!


Der Geschirrspüler reinigt nicht sauber

Dass die Sprüharme bei intensiv genutzten Geräten in Mitleidenschaft gezogen werden, ist besonders bei schon etwas älteren Geräten nicht selten und kann sogar mehrere Ursachen haben. Oft sind verstopfte Filterdüsen am Nachlassen der Waschleistung schuld, da sie sich im Laufe der Wochen und Monate mit verhärteten Speiseresten zugesetzt haben. Auch falsches Einräumen kann bei Geräten dieser Art auf Dauer zu einer spürbaren Verringerung der Waschleistung führen. So verhindern hohe Töpfe oder Schüsseln in der Nähe der Arme, dass sich das Spülwasser gleichmäßig und mit entsprechendem Druck im Geräteinnenraum verteilt. Endresultat: Der Geschirrspüler reinigt nicht wie gewohnt und das Geschirr bleibt, zumindest teilweise, regelrecht dreckig. Der Zeitpunkt, die in Mitleidenschaft gezogenen Sprüharme zu reinigen, wird auch in besonderem Maße von der Wasserhärte, also dem Kalkgehalt im Spülwasser bestimmt. Der Idealwert für hohe Reinigungsleistungen liegt bei solchen Haushaltsgeräten zwischen 8 und 9 °dH, darüber hinaus spricht man von hartem Wasser. An den meisten Geschirrspülern lässt sich die Wasserhärte jedoch einstellen und über den Salzbehälter, mitunter auch Ionentauscher genannt, regulieren.

Bei unserem aktuellen Projekt, einer Spülmaschine von Siemens (Baureihe: SN56M551EU), war die Ursache der schlechten Waschleistung eine Verstopfung der Düsen direkt in den Spülarmen.


Ursachenforschung vor dem Spülarme-Reinigen

Wenn der Geschirrspüler nicht sauber genug arbeitet, muss unbedingt nach den Ursachen gesucht werden, da ansonsten selbst die gründlichste Reinigung, auf Dauer gesehen, nur wenig nutzt. In unserem Fall war die Suche, nachdem wir die Geschirrlade geöffnet hatten, verblüffend schnell erledigt. Zunächst wurde überprüft, ob der Spülarm über den gesamten Radius frei beweglich ist oder an bestimmten Stellen schwergängig rotiert. Dies war bei unserem Siemens Geschirrspüler nicht der Fall. Dafür machten wir eine ganz andere, folgenschwere Entdeckung: An den Düsen war sehr leicht zu erkennen, wie stark sie bereits verschmutzt waren, was ganz offensichtlich daran lag, dass sie sich mit Essensresten zugesetzt hatten.

Von den acht Düsen waren immerhin fünf verstopft. Und allein mit den drei übrigen, die noch funktionstüchtig waren, kann natürlich kaum noch die Rede von einer befriedigenden Reinigungswirkung sein. Erschwerend kam hinzu, dass ausgerechnet die äußeren Düsen undurchlässig waren und dadurch sogar die Rotation des Spülarms verhinderten. Keine Drehung, viel zu knappes, bestenfalls tröpfelndes Spülwasser – wie soll Geschirr da auch sauber werden?

Bei uns war der Fall somit klar: Das Reinigen der Sprüharme wurde zum wichtigsten Projekt erklärt, auch wenn das Problem durchaus auch andere Gründe haben kann. Ein rein mechanischer Defekt dieses wichtigen Bauteils wäre ebenfalls möglich, sodass nur noch ein Austausch infrage kommt. Die Ersatzteilkosten sind jedoch überschaubar und ruinieren nicht gleich die gesamte Haushaltskasse. Für den oberen Sprüharm bezahlst Du bei uns im Shop um die 25 Euro, der untere Sprüharm ist mit knapp 14 Euro sogar noch ein wenig günstiger (bezogen auf den Siemens Geschirrspüler (SN56M551EU). Schau am besten gleich nach, ob Du eventuell weitere Ersatzteile benötigst, indem Du die richtige Geräte- oder Typennummer in unsere Suche auf Schraub-Doc einträgst.


Ausbau und Reinigung des oberen Spülarms

Am besten geht es voran, wenn dieses Bauteil beim Sprüharme-Reinigen komplett demontiert ist. Benötigt wird dazu weder Spezialwerkzeug noch ingenieurtechnisches Wissen. Denn der verstopfte Arm muss einfach nur nach hinten geschoben werden, sodass sich dessen Verriegelung von selbst löst.

Der Arm lässt sich nun komplett abnehmen, und mit dem gründlichen Säubern der Düsen kann begonnen werden. Dabei hilft eine Pinzette, möglich ist auch eine kleinere Zange, mit deren Hilfe jetzt sämtliche sichtbaren Fremdkörper aus den Öffnungen der Düsen entfernt werden. Zu vermeiden ist dabei möglichst, dass der Schmutz oder andere Rückstände in das Innere gedrückt werden, da sich ansonsten gleich wieder die nächste Verstopfung anbahnen wird. Falls das misslingt, muss man auf andere Weise den Sprüharm reinigen – und zwar von innen.

Dazu wird der Arm einfach auf die Rückseite gelegt, sodass nun auch die Verschraubung an der Unterseite gelöst werden kann. Der Wasserzulauf ist damit getrennt und der komplette Spülarm wird nun vollständig in seine einzelnen Bestandteile zerlegt, um mit der gründlichen Reinigung fortzufahren.

Die Teile legt man dazu in einen Eimer mit warmem Wasser, dem etwas Haushaltsreiniger zugesetzt ist. Darin lässt man das Ganze zunächst einige Minuten einwirken, ehe alles gründlich und Stück für Stück gereinigt wird. Für den Spülarm haben wir einen Gartenschlauch mit entsprechendem Wasserdruck benutzt, der schließlich auch die Spuren der letzten Essensreste beseitigt hat. Damit sind nicht nur die kleinen Bohrungen der Düsen völlig sauber. Der Spülarm wird nach dem Einbau auch wieder spielend leicht im Geschirrspüler rotieren können.


Reinigung des unteren Spülarms

Damit auch der zweite Arm sichtbar wird, muss als erstes der untere Geschirrkorb vollständig aus der Maschine herausgezogen werden. Durch den Dauerbetrieb ist es möglich, dass sich der Sprüharm etwas hartnäckig in seiner Halterung festgesetzt hat. Normalerweise lässt sich der Arm aber mit einem kleinen Ruck einfach nach oben hin abziehen.

Die nun folgenden Arbeiten beim Sprüharme-Reinigen sind mit den eben beschriebenen Arbeitsschritten identisch. Also: Alles in den Eimer mit dem Reinigungsgemisch legen und einwirken lassen, bevor es an die manuelle Beseitigung der besonders hartnäckig anhaftenden Schmutz- und Speisereste geht. Am Ende hilft dann beim Säubern des Sprüharms wieder der Gartenschlauch, womit es nun an die Innereinigung dieses Teils geht, indem der Arm dabei entsprechend geschwenkt wird.


Reinigung der Spülmaschinen-Siebe

Zu guter Letzt wenden wir uns nun schließlich der gründlichen Reinigung der Siebe zu. Um sie aus dem Siemens Geschirrspüler zu entfernen, drehst Du das Fixierrad einfach eine halbe Umdrehung nach links und ziehst es nach oben hin aus seinem Sitz. Erkennbar werden jetzt entweder zwei oder sogar drei dünne Filtereinsätze, bestehend aus Flächen-, Grob- und Feinsieb, die werkseitig teilweise ineinander gestülpt sind.

Auch diese Einsätze werden zunächst sorgfältig ausgespült und von sämtlichen Schmutzpartikeln befreit. Zumindest bei unserem Projekt waren an dieser Stelle keine gröberen Verunreinigungen oder Beschädigungen lokalisierbar.

Ist alles im Reinen, erfolgt der Zusammenbau der Siebe analog ihrer Demontage, indem also das Feinsieb über das Grobsieb gesteckt und alles zusammen in der dafür vorgesehen unteren Öffnung des Spülers arretiert wird. Damit wirklich alles festsitzt, wird das Fixierrad nun eine halbe Umdrehung nach rechts gedreht, wie an den beiden Richtungspfeilen erkennbar ist.


Montage und Einsetzen der Spülarme

Unser Vorhaben, die Spülarme zu reinigen, steht kurz vor dem Finale. Die Arme müssen jetzt nur noch montiert und wieder in den Siemens Geschirrspüler eingebaut werden. Der untere braucht lediglich auf seine Führung gesteckt und ein wenig nach unten gedrückt werden.

Der obere Spülarm macht etwas mehr Aufwand, was aber dennoch schnell erledigt ist, wenn in folgender Reihenfolge vorgegangen wird: Spülarm auf der Wasserzuleitung ablegen, dazugehörige Schrauben oben einführen, festdrehen, und das war es auch bereits. Du brauchst nur noch den Arm am Geschirrkorb festziehen – also mittig fixieren und mit leichtem Druck nach oben in seine Führung versenken.


Projekt „Spülarme reinigen“ – das Ergebnis

Nicht mal eine Stunde hat es gedauert, bis der Siemens Geschirrspüler wieder vollständig einsatzbereit war. Die vom Schmutz befreiten Spülarme können nun wieder frei drehen und sorgen für strahlenden Glanz auf Tellern, Tassen und Gläsern. Am besten, Du überzeugst Dich bei einem Testlauf gleich selbst davon, dass nun alles wieder perfekt funktioniert und der ursprünglich angenommene Verdacht einer starken Verschmutzung tatsächlich die Ursache für das schlecht gereinigte Geschirr war.